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Fonyód
In der Gegend von
FONYÓD lebten schon urzeitliche Völker. Die aus dem Balaton
herausragenden Berge vulkanischen Ursprungs haben eine sichere
Unterkunft geboten. In den vergangenen Jahrtausenden war diese Gegend
öfters nicht bewohnbar, aber die Menschen siedelten sich immer wieder
an. Fonyód ist eine aueh im angrenzenden Ausland gut bekannte, angenehme
Erholungsstadt am Balaton. Die Zahl seiner Einwohner liegt bei 5.211
Personen. Die Zahl der ständigen Einwohner ist in den vergangenen
Jahrzehnten allmählich gestiegen. Ihr Name wird das erste Mal in einem
1082 datierten Brief von König László erwähnt. Ihre inmitten eines
schilfigen Sumpfes stehende Burg war im Mittelalter ein vielerorts
bekannter "Adlershorst". In den Schlachten mit den Türken wurde die
Siedlung vollkommen zerstört. Das normale Leben kehrte erst in der
zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Die 1861 fertiggestellte
Eisenbahnlinie hat der späteren Entwicklung einen großen Aufschwung
gegeben. Den Ausbau der Gemeinde zu einem bekannten Urlaubsort förderten
reiche Geschäftsleute, die die wunderschöne Lage der Siedlung am Balaton
erkannten. 1905 wurde sie zu einer eigenständigen Gemeinde, seit 1989
ist sie eine Stadt. Sie gehört zu den beliebtesten Urlaubsorten des
Landes. Über Straßen und mit der Eisenbahn ist sie gut zu erreichen.
Zu den bekannten Schulinstitutionen der Gegend zählt das 1989
fertiggestellte König-Mátyás-Gymnasium, das nicht nur der Bildung dient,
sondern auch einen Teil des hiesigen Kunstlebens beherbergt. Seit 13
jahren ist es der Schauplatz internationaler Poetentreffs. Unweit vom
Gymnasium liegt die Nyári (Sommer) Galerie, die die Werkte der in Fonyód
lebenden und anderer, landesweit anerkannter Künstler beherbergt. Vom
Hafen aus besuchen jährlich an die 250.000 Menschen mit Fähren das
andere Ufer und machen Bekanntschaft mit den ausgezeiehneten Weinen des
Badacsonyer Berggebietes. Am Hafen liegt die Angler-Insel, vor deren
Ufern mehr als 40 Fischarten beheimatet sind. Die hiesigen Gaststätten
erwarten ihre Gäste mit vielen verschiedenen ungarischen und
Balaton-Spezialitäten sowie guten Weinen. Im Fácános (Fasanen) Wald sind
noch die einstigen Schanzen der Pfahlburg und der kürzlich freigelegte
Burggraben zu besichtigen. Das 150 Jahre alte Kellerrestaurant gehört zu
den intakt gebliebenen Denkmälern der hiesigen Volksbaukunst. Mehrere
Plätze der Stadt beschenken den Besucher mit dem schönsten Panorama des
Landes. Das Gebiet von Fonyód umfaßt 5.354 Hektar. Ein großer Teil davon
ist mit Schilf bedeckt, die Stadt hat aber auch viele Parks und kleine
Wälder. Die Stadt hat insgesamt 2.100 Wohnungen, den überwiegenden Teil
bilden Einfamilienhäuser. Die Zahl der Urlaubsheime liegt bei 3.504. Die
Hotels, Campingplätze und Privathäuser können im Sommer 29.000 Besucher
gleichzeitig unterbringen. Das Frühlings- und Sommerfestival von Fonyód
und die im August veranstalteten Volkstanz- und Pferdeschautage zu Ehren
von Szent István, dem Staatsgründer, ziehen viele Tausende Besucher an.
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